Freitag, 13. Mai 2011

Yukiko :3

Okay, mein erster Post wurde irgendwie gelöscht.

Deshalb jetzt alles. Das, was ich vorhin gepostet habe und noch etwas mehr:
 (ACHTUNG: VIEL :DD)

Kapitel 1
„Hey, Yu, hierher!“ „Hättest du wohl gern!“ „Hab ich dich, Yukiko-Chan!“ Yukikos Freund, Hiroshi, nahm sie in den Arm. Sie atmete schwer und beide ließen sich ins weiche Gras fallen. Er lächelte sie an und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. „Ich liebe dich.“, murmelte Yukiko und legte ihren Kopf auf Hiroshis Bauch. Sie hatten einen wunderschönen Tag im Park verbracht und ihren ersten Jahrestag gefeiert. Langsam dämmerte es und Yukiko wollte heute bei Hiroshi übernachten. Er war zwei Jahre älter und hatte ein Auto. „Lass uns los fahren.“, schlug Yukiko vor und beide machten sich Hand in Hand auf den Weg. Sie erreichten das Auto und Hiroshi hielt ihr die Beifahrertür auf. Sie bedankte sich und stieg ein. Im Auto legte sie ihre Lieblings-CD ein.  „Für meinen allerliebsten“ stand darauf. Yukiko schenkte sie ihrem Freund zu seinem letzten Geburtstag. Sie hatte sie selbstgebrannt. Nach kurzer Zeit Fahrt fingen beide an, laut mitzusingen. Sie lachten viel und bald waren sie bei Hiroshi angekommen. Sie gingen hoch, machten es sich auf dem Sofa gemütlich und kuschelten, als das Telefon klingelte. Hiroshi hob ab. „Ich will Yukiko sprechen.“, sprach eine düstere, rauchige Stimme. „Es ist für dich.“, Hiroshi streckte mit angsterfülltem Gesicht den Hörer von sich weg. „Wer ist es? Mom?“, fragte Yukiko verwirrt. Sie nahm den Hörer. „Hallo?“ „Hey, Süße, komm sofort nach Hause! Es ist schlimm! Bitte komm.“ Eine hektische, besorgte Frauenstimme sprach. „Sorry, Schatz, ich muss sofort nach Hause.“ „Aber du kannst doch nicht …“ „Was?“ „Zu … zu so einem Typen!“ „Typ? Das war meine Mom am Telefon.“ Hiroshi war sichtlich besorgt. „Aber ich fahr dich!“ „Nein, das geht schon, es ist bestimmt starker Abendverkehr.“ Und damit rauschte Yukiko aus der Wohnung.                 
Yukiko machte sich Sorgen. Ihre Schwester war seit einiger Zeit krank und keiner wusste, was es war. Sie sprach, aß und schlief nicht mehr. Das letzte, was sie sagte war „Tu es für mich.“ Sie sagte es vor 3 Tagen zu Yukiko. Allerdings hatte diese das niemandem erzählt. Sie barg es wie ein Geheimnis. Was könnte ihre Schwester gemeint haben? Gedankenverloren kam Yukiko gerade noch rechtzeitig am Bahnsteig an. Der letzte Zug sollte gleich kommen. Kein Mensch war hier. Es war stockdunkel. Warum nur hatte Yukiko sich nicht von ihrem Freund fahren lassen wollen? Schließlich wussten doch alle, dass sie Angst in der Dunkelheit hatte. Warum nur? In der Ferne sah sie die Lichter des Zuges näher kommen. Sie trat näher ans Gleis heran. Yukiko machte sich Sorgen. Sie war durch sich selber verwirrt. Was war nur mit ihr los? Und was war da gegenüber im Busch? Etwas … oder jemand. Mehrere … Personen! Was machten die da? Sie schauten immer wieder zu ihr hinüber. Zwei Personen, eine zierlich und ein großgebauter Mann. Yukiko war ein von Natur aus neugieriger Mensch und trat noch einen Schritt näher ans Gleis. Sie vergaß den immer näher kommenden Zug. Noch einen Schritt, und noch einen. Sie schaute jetzt doch zum Zug. Er blieb stehen! Wahrscheinlich die Ampel an den Weichen. Vorsichtig tat Yukiko einen Fuß auf das Gleis. Was soll’s, dachte sie. Sie musste sehen, wer dort war. Sie blendete ihre Angst komplett aus. Wieder einen Schritt, Fuß vor Fuß, und ganz leise. Plötzlich rief der Mann in ein Funkgerät „JETZT!!“ Yukiko brauchte eine Sekunde um zu begreifen, was vor sich ging. Genau eine Sekunde zu viel. Die kleine Person, ein Mädchen, etwa so alt wie sie, sprang aus dem Busch hervor, der Mann stand auf und trug einen Leinensack mit sich. Der Zug raste mit so hoher Geschwindigkeit auf Yukiko zu, dass sie alles vergaß. Sie vergaß ihre Sorgen, vergaß was passierte. Der Zug kam näher und näher. Alles um Yukiko wurde schwarz und sie fiel ins Dunkel.
„Wo, wo bin ich?“ Yukiko schlug die Augen auf und sah nichts. „Hey, Aiko, hol Kagome!“ „Wozu das?“, fragte eine genervte, weibliche Stimme einen älteren Mann, „Geh einfach!“ Halt. Yukiko dachte einen Moment nach. Was war zuletzt passiert? Sie war auf dem Weg nach Hause. Da war ein Zug. Und jemand im Busch gegenüber. Diese Männerstimme, die gerade sprach. Sie kam Yukiko so bekannt vor. Es war der Mann, der mit dem Mädchen dort war. Er hatte geschrien und Yukiko wurde von einem Zug überfahren. Aber, wieso war sie jetzt hier? Sie war nicht gläubig. Zumindest glaubt sie nicht an den Himmel oder ein Leben nach dem Tod. Also wo war sie und wieso lebte sie noch? Lebte sie denn überhaupt noch? Sie wollte sich hinsetzen, aber sie lag gefesselt auf einer Matte, wie beim Arzt. Sie sah auch nichts, ihre Augen waren verbunden. Sie spürte ihren Körper aber noch. Was war noch passiert? Jemand hatte angerufen. Jemand .. jemand .. ihre Mom. Nein, halt! Das war überhaupt nicht Yukikos Mutter am Telefon gewesen. Es war jemand fremdes. Sie war so besorgt, ob ihre Mom am Telefon ist und ihr schlechte Neuigkeiten überbringt, dass sie gar nicht darauf geachtet hat. „Saburo, ein neuer Berichtsstand?“, sprach eine Stimme, die Yukiko kannte. Es war das Mädchen, das sie für ihre Mom am Telefon gehalten hat. „Ja, wir haben Anzeichen von Leben.“ „Endlich. Wir haben die richtige! Endlich! Nach mehr als 90 Sternen Suche!“ „Nicht zu früh freuen. Seid ihr nebenan fertig?“ „Ja, die Tetu ist fertig.“ „Wir kommen sofort hinüber.“ Yukiko hörte, wie das Mädchen namens Kagome den Raum verließ. Saburo hob die Matte hoch, trug sie aus dem Zimmer und legte sie im Nebenzimmer ab. Es waren hier mehrere Personen. Etwa 3 oder 4 konnte Yukiko hören. Der Lichtschalter klickte einmal. Jemand löste ihre Fesseln. Außerdem wurde ihr die Augenbinde abgenommen. An dem Zustand, dass Yukiko nichts sah, hatte sich aber immer noch nichts geändert. Es war nämlich stockdunkel in dem Raum. Kein Licht, kein Fenster. Nichts. Hinten in einer Ecke wurde eine Kerze angezündet. Ein Mädchen, sehr klein, zierlich und sehr weiblich trug die Kerze zu einem Mann, vermutlich Saburo. Sie gab ihm die Kerze, er bedankte sich kurz. Alle Anwesenden, insgesamt 4, beugten sich über Yukiko. Durch die Kerze wurde ein kleiner Schimmer in alle Gesichter gestrahlt. Sie schaute alle nacheinander an. Da war ein Mann, groß, schlank und ein wütender Blick. Das musste Saburo sein, denn er war der einzige Mann. Ansonsten war dort das kleine Mädchen, eine genervte, große Frau, die etwa 2-3 Jahre älter sein musste als Yukiko. Als letzte war da Kagome, die auch vorhin im Raum nebenan einmal vorbeikam. Die große, wütende brach die Stille und stellte sich vor. „Hey, ich bin Aiko.“ Sie streckte ihre Hand aus und lächelte. Yukiko setzte sich auf und gab Aiko die Hand. Diese nahm sie grob und zog den Arm zu sich. Sofort griffen die beiden anderen Mädchen den Arm auch. Schließlich ließ Aiko ihn los und holte etwas wie ein Gerät raus, mit dem man Tattoos sticht. Und sowas ähnliches tat sie dann auch. Sie stach ein Zeichen, das wie ein Engel mit übergroßen Flügeln. Er trug die Erde in seinen Händen und das Gesicht war von Haaren verdeckt. Es war wunderschön. Aber wie ging das so schnell? Es hat nur gefühlte 20 Minuten gedauert. „Was, was ist das?“, traute ich mich verwirrt zu fragen. „Ein Engel.“, sagte Kazuko. „Kennst du das nicht? Was bist du denn für’n Mensch?“, fragte Aiko sarkastisch. „Was seid ihr für Menschen?“, entgegnete ich ganz offen. Mist, das hätte ich lieber nicht sagen sollen. „Tschuldigung. Bitte, es war nicht so gemeint.“ „Es ist doch eine berechtigte Frage, die Kansei stellt.“, warf Kagome ein. „Also, wir sind die …“ Kagome hielt Kazuko den Mund zu. „Es ist zwar eine berechtigte Frage, wie ich bereits sagte. Aber das heißt nicht, dass wir sie Kansei beantworten werden!“, zischte sie. „Äh, halt mal. Ich heiße Yukiko!“, mir fiel jetzt erst auf, dass sie mich immer Kansei nannten, wenn sie über mich sprachen. „Das ist schön für dich.“, Saburo war sichtlich genervt, „Lasst uns nicht noch mehr Zeit vertrödeln. Setz dich auf den Stuhl!“ „Ich?“, ich war verwirrt. Was hatten die mit mir vor? „Nein, die Kerze!“ „Was?“ „Jetzt mach schon.“ Ich erhob mich langsam von der Matte und ging auf einen Stuhl zu. Ich setzte mich und sofort schlossen Aiko und Kagome mich an ein Gerät an. Letztere erklärte mir: „Das testet, ob du die Wahrheit sagst und …“ „Wie ein Lügendetektor!“, platzte ich heraus. Ich war stolz, mal was zu verstehen. „Ihr Menschen! Als wäre alles einfach zu erklären.“, brachte sie mich zum Schweigen. Ihr Menschen? Waren sie etwa keine Menschen? Was waren sie dann für Wesen? Sie sahen aus, wie andere, normale Menschen, die ich jeden Tag im Zug sah. „Jedenfalls prüft es das und außerdem nimmt es noch alles auf was du sagst.“, sprach Kagome zu Ende. Und schon fing die Befragung an. „Dein Name?“, Kazuko führte sie durch. „Yukiko Tanaka.“ „Alter?“ „18.“ Sie stellten Standardfragen. Wo ich herkam, Name und Herkunft meiner Eltern. „Dein liebstes Familienmitglied?“, diese Frage fand ich merkwürdig. Aber ich antworte einfach wahrheitsgemäß „Meine Schwester?“ „Wieso?“ Ich erklärte ihnen den Zustand meiner Schwester. Ich hätte lügen könne, aber da ich wohl irgendwie schon einmal knapp dem Tod entkommen bin, hatte ich Angst jetzt doch zu sterben, weil diese komischen Leute mich ermordeten oder so etwas. „Was war das letzte, das sie zu dir sagte?“, wussten sie es etwa schon, dass sie etwas verwundernswertes gesagt hatte?“Tu es für mich, sagte sie mir. Das war vor drei Tagen. Oder vier? Welcher Tag ist heute? Ist es schon nach Mitternacht?“ „Sei still!“, drei der vier schrien mich an. Kazuko freute sich „Sie ist es! Saburo, sie ist es!“ „Sagt sie die Wahrheit?“, fragte er überrascht und ging zu diesem einen Gerät, welches ich, Kagomes Meinung nach, falsch als Lügendetektor identifiziert hatte. „Es stimmt. Sie sagt die Wahrheit.“ „Hab ich doch gesagt“, meinte Kazuko leicht beleidigt. „Bring sie nach oben. Sie schläft bei dir im Zimmer.“, herrschte Saburo sie an. Aiko grinste schadenfroh und rauschte davon. Saburo und Kagome folgten ihr. Nach einiger Zeit stillem Stehen gab sich Kazuko einen Ruck. „Also, Shin …“ „Shin? Gerade wurde ich doch noch mit Kansei angesprochen!“, quiekte ich. „Ach, ist doch egal. Ich bin jedenfalls Kazuko. Ich bin 16, und muss mit dir in einem Zimmer wohnen.“ „Na, du klingst ja begeistert.“ Ups, schon wieder was, das ich nicht hätte sagen sollen. Beleidigt und offensichtlich widerwillig ging Kazuko. „Kommst du, oder was?“, fuhr sie mich an. Ich folgte ich angsterfüllt. Wenn dieses Mädchen ihre Stimmung schon so plötzlich änderte und genervt war, wie waren die anderen erst? Wir kamen vor einer pinken Tür an. Kazuko schloss auf und trat ein. „Das ist dein Bett.“ Sie zeigte auf ein unbezogenes, nur mit einem weißen Laken bedecktes Bett. Es passte überhaupt nicht in den Raum. Es war alles pink, alles war vollgestellt und überall glitzerte was. Ich ging langsam zum Bett und setzte mich. Auf einmal hörte ich ein leises Knabbern oder sowas aus einer Ecke des Raumes. Kazuko setzt sich auf ihr Bett, legte sich gerade hin und starrte an die Decke. Sie schnallte ein paar Mal mit der Zunge und aus der Ecke kam ein kleines, türkisfarbenes Kaninchen. Es hüpfte erst auf ihr Bett und dann legte es sich auf ihren Bauch. Ein paar Minuten war es komplett still, man hörte nur das Kaninchen. „Hat es einen Namen?“, fragte ich vorsichtig. „Yuri. Nicht wahr, Yuri-Chan?“, sie streichelte Yuri über den Rücken. „Ehm. Und … darf ich fragen, wo ich hier eigentlich bin?“ „Natürlich darfst du. Du wirst morgen früh erfahren, was das alles hier ist.“ „Na gut. Hast du eventuell Bettwäsche oder Kleidung für mich?“ In dem Schrank dort“, Sie zeigte auf einen großen Schrank am Ende meines Bettes, „sind alle Sachen, die du benötigst. Ausrüstung, Schutzwesten, Kleidung, alles halt. Ich traute mich nicht zu fragen, wofür in alles in der Welt ich Schutzwesten und „Ausrüstung“ brauchte. Ich wollte bis morgen früh warten, wenn sich hoffentlich alle Fragen klären würden. Für heute Nacht wollte ich erst einmal hier bleiben. Wo sollte ich auch hin?
Copyright: Tabea, 2011
Okay, das war echt schonmal viel auf einmal .
Bitte um Kritik :D

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